Nicht verpassen: STARMUS Festival Zürich – 24. – 29.06.19

Posted on 15/06/2019 by Eileen Schuch
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STARMUS Festival Zurich

Der Schweizer Käse ist so gut, man könnte meinen, er sei nicht von dieser Welt. Aber, hast du gewusst, dass es in der Tat einen Schweizer gibt, der unseren Planeten verlassen und die Erde schon aus dem Weltall gesehen hat? Der erste und (bisher) einzige Schweizer Astronaut: Claude Nicollier!

Geboren in Vevey, einer kleinen Stadt in unserem Heimatkanton Waadt in der Westschweiz, hat dieser Herr eine astronomische Karriere hingelegt: Teilnahme an vier Space-Shuttle-Missionen, erste Raumfahrt 1992, letzte 1999, zwei Service Missionen am Hubble-Weltraumteleskop und der erste ESA Astronaut (European Space Agency), der im Weltraum spazierenging. Heute ist er Professor für Weltraumtechnik an der EPFL (École Polytechnique Fédérale de Lausanne), Mitglied des Expertenpanels von Swiss Space Systems und Schweizer STARMUS-Botschafter.

Rey traf den Schweizer Astronauten für ein Interview an der STARMUS-Pressekonferenz. Ebenfalls anwesend waren Garik Israelian, STARMUS-Direktor und Astrophysiker, und Michel Hintze, Gründer von CQS und Philanthrop.

STARMUS ist ein Festival der Astronomie, Wissenschaft und Kunst, dass alle zwei Jahre stattfindet. Diesen Sommer, vom 24. bis 29. Juni, heisst Zurich das aussergewöhnliche Festival willkommen. Das Programm ist fantastisch! Wochenpässe kosten CHF 990, und Tagespässe für den Eröffnungstag sind ab CHF 90 erhältlich. Datum merken und am besten gleich ein Ticket sichern! >>>

 

 

Was können Festivalbesucher erwarten? Das vollständige Programm gibt es auf www.starmus.com, aber hier schon mal ein paar Highlights.

Tag 1: Verleihung der Stephen Hawkin Medaille für wissenschaftliche Kommunikation, offizielle Eröffnung: Once Upon A Time On The Moon, eine Hommage an die Apollo-Missionen, gefolgt von einem Konzert, das exklusiv von Hans Zimmer arrangiert und geleitet wird. Auch Brian May und Rick Wakeman werden auftreten.

Tag 2: Keynotes von John Logsdon, Space Race Historiker, Yuri Baturin, Kosmonaut, Chris Hadfield, Astronaut, und vielen weiteren Persönlichkeiten zum Apollo-Programm, dem sowjetische Mondfahrtprogramm, über den Mond, den Mars und darüber hinaus…

Tag 3: 108 Minuten, CERN Forschung, ESA-Pläne für Gateway, die Erforschung von Mond und Mars, Blue Moon, Space X, Mission Moon 3D, Perspektiven für die Menschheit, Filmvorführung und Podiumsdiskussion “Space Race in amerikanischen und sowjetischen Filmen», Apollo 11.

Tag 4: Nobelpreisträger Donna Strickland und Elizabeth Blackburn, Claude Nicollier und Robert Williams (Servicing Hubble on Orbit), Nobel-Podiumsdiskussion.

Tag 5: Moon Bounce Session, Erde aus dem Weltraum, Beyond Pluto, China Mondprogramm.

Tag 6: May-Britt Moser Konzertvortrag mit den Trondhem-Solisten und Steve VAI, In the Universe, Podiumsdiskussion mit George Smoot, Life in the Universe Podiumsdiskussion mit Mikrobiologen, Biochemikern, Astrophysikern, Ethologen und Evolutionsbiologen, STAR PARTY.

Wer wirkliche Stars kennenlernen möchte, ist hier genau richtig! Nie wieder, zumindest nicht in den kommenden Jahren, wird man so viele intelligente Menschen mit wissenschaftlichem Know-How und Weltraumerfahrung an einem Ort in Zürich treffen können! Hier gilt wirklich: Be there ⚫️ or be square 🔲! www.starmus.com

 

STARMUS Festival Zurich

 

Was gefällt dir an deinem Job am meisten? Wenn die Antwort ist: das Wochenende, ist es vielleicht Zeit für was Neues…

Wenn man hart arbeitet und nach den Sternen greift, ist alles möglich! Seht euch Brian May auf dem Foto hier oben an. Ja, den Brian May: Leadgitarrist der legendären Rockband QUEEN, Songwriter, Sänger, aber auch Doktor der Astrophysik (BAM!) Und STARMUS-Mitbegründer und Vorstandsmitglied. Ein ausserordentlicher Werdegang, oder?

Wie sich herausstellt, hatten die Macher von The Big Bang Theory wohl von Anfang an recht: Wissenschaftler sind die neuen Rockstars! Oder umgekehrt. Wer weiss … was wir wissen ist, dass es diesen Sommer einen BIG BANG geben wird. STARMUS wird auf Zürich treffen und auf dem Weg unzählige Sterne in die Stadt bringen.

Besonders hell erstrahlen werden Elon Musk, Brian Eno und Apollo 11, ein Dokumentarfilm von Todd Douglas Miller. Jeder von ihnen erhält nämlich eine der renommiertesten Auszeichnungen der Welt für wissenschaftliche Kommunikation: eine Stephen-Hawking-Medaille.

Leider ist Stephen Hawking, einer der coolsten Menschen, die unseren Planeten Erde jemals mit ihrer Gegenwart bereichert haben, letztes Jahr von uns gegangen, aber mit dieser Medaille zu seinen Ehren lebt sein Vermächtnis weiter.

Die Preisverleihung findet am 24. Juni beim STARMUS V Festival in Zürich statt. Durch die Veranstaltung führt kein geringerer als Bill Nye, “The Science Guy”, ein renommierter Wissenschaftler und Fernsehmoderator.

Die Gästeliste ist beeindruckend: Apollo 11-Astronaut Michael Collins und sechs weitere Apollo Astronauten. Sir Michael Hintze, Gründer, Group Executive Chairman und Senior Investment Officer bei CQS, der die Veranstaltung unterstützt, Garik Israelian, Mitbegründer und Direktor von STARMUS und viele, viele mehr!

Man kann mit Sicherheit sagen, dass dies eine einmalige Gelegenheit ist, einige der brillantesten Köpfe der Welt zu treffen!

 

STARMUS Festival Zurich Stephen Hawking Medal

 

Auf der Pressekonferenz gab STARMUS die Gewinner der Stephen-Hawking-Medaille 2019 bekannt:

Elon Musk für seine aussergewöhnlichen Leistungen in der Raumfahrt und für die Menschheit. Richard Dawkins persönlich beschrieb ihn als “Held unserer Zeit”.

Brian Eno für die schöne Neuauflage seines Albums Apollo: Atmospheres and Soundtracks von 1983.

Apollo 11, ein Dokumentarfilm von Todd Douglas Miller, für seine wegweisende Sicht auf die berühmteste Weltraummission der Geschichte.

Die Stephen-Hawking-Medaille für wissenschaftliche Kommunikation 2019 wird ein Jahr nach dem Tod des grossen Wissenschaftlers verliehen. Er sollte teilnehmen, aber leider hat das Schicksal anders entschieden…

Die diesjährigen Auszeichnungen sind die ersten seit dem Tod von Stephen Hawking. Sie sind seinem Erbe gewidmet und erinnern an seine Affinität für angewandte Technologie. Vor seinem Tod lud Stephen Hawking Elon Musk persönlich zu STARMUS ein. Zu den früheren Gewinnern der Stephen Hawking-Medaille zählen Hans Zimmer, Neil deGrasse Tyson, Jean-Michel Jarre und The Big Bang Theory.

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr ist natürlich die Anwesenheit von Prof. Dr. h.c. Claude Nicollier.

 

 

Claude Nicolliers Biographie ist beeindruckend! Hier ein kleiner Auszug: Er studierte Physik an der Universität Lausanne und erhielt 1970 einen Bachelor of Science. Anschliessend arbeitete er von 1970 bis 1973 als Diplom-Wissenschaftler am Institut für Astronomie der Universität und am Genfer Observatorium. Er schloss 1975 sein Studium der Astrophysik an der Universität Genf mit einem Master of Science ab. Claude Nicollier verbrachte über 1000 Stunden im Weltrall, darunter ein Weltraumspaziergang von 8 Stunden und 10 Minuten.

Er war Missionsspezialist bei vier Missionen mit vier verschiedenen Raumfähren: Atlantis, Columbia, Discovery und Endeavour. Er hat viele Auszeichnungen und Medaillen erhalten, darunter die IAF Yuri Gagarin Goldmedaille. Claude Nicollier installierte die berühmte Weitfeld- und Planetenkamera 2 (WFPC2) am Hubble-Weltraumteleskop. Mit dieser Kamera wurden 1995 das Hubble Deep Field, 1996 der Hourglass Nebula und der Egg Nebula, 1998 das Hubble Deep Field South und viele andere wichtige Objekte aufgenommen.

Claude Nicollier, Professor für Luft- und Raumfahrttechnik (EPFL), ist heute Speaker und Dozent an der Universität Lausanne.

Rey hat diese wirklich herausragende Persönlichkeit an der STARMUS Pressekonferenz in Zürich getroffen. Hier die Transkription des Gesprächs:

F: Claude, du bist der erste und bislang einzige Schweizer im Weltraum. Ein wahrer Held!

A: Ich bin kein Held. Ich hatte nur das grosse Glück, das getan zu haben, was ich getan habe. Und das war aussergewöhnlich.

F: Die Schweiz ist ein kleines Land. Oft ist es der deutschsprachige Teil, der in gewisser Weise der Leader ist. Du aber kommst aus dem französischsprachigen, viel kleineren Teil. Ein tolles Beispiel, ein Vorbild, das zeigt, egal woher man kommt, jeder kann Grosses erreichen! Wie hat alles angefangen und wie hast du das alles geschafft?

A: Ich denke das Wort hier ist Leidenschaft! Ich hatte eine Leidenschaft für den Weltraum, ich hatte eine Leidenschaft für Flugzeuge und irgendwann wurde es für Europäer, einschliesslich uns Schweizer, möglich, Astronauten zu werden. Also habe ich versucht, einer zu werden und es hat funktioniert. Ich habe natürlich hart gearbeitet, aber ich hatte auch viel Glück.

F: Du wurdest in Vevey geboren, einer kleinen Stadt am Ufer des Genfer Sees. Was hat der kleine Claude in seiner Kindheit gemacht? Viele Kinder sagen ja, sie wollen Astronaut werden, oder? War es bei dir als kleiner Junge genauso, wolltest du schon damals Astronaut werden?

A: In gewisser Weise ja. Ich meine, schon als Kind habe ich Modellflugzeuge gebaut. Das war wirklich meine erste Leidenschaft. Fliegen, meine ich. Ich war Luftwaffenpilot. Gleichzeitig verfolgte ich eine Karriere als Wissenschaftler. Aber die Sterne zu beobachten und Modellflugzeuge zu bauen, das waren wirklich meine beiden Leidenschaften, als ich aufwuchs. Natürlich hatten lange Zeit nur die Sowjets und die Amerikaner Zugang zum Weltraum, keine Europäer und schon gar keine Schweizer. Astronaut zu werden stand also nicht wirklich in den Sternen. Mitte der siebziger Jahre dann luden die USA Europa ein, am Shuttle-Programm teilzunehmen, und plötzlich konnten auch die Europäer Astronauten werden. Sofort sagte ich: “Das ist, was ich machen möchte!” Und ich wurde als einer der ersten Europäer und als erster Schweizer überhapt ausgewählt, Astronaut zu werden und zum Space Shuttle zu fliegen.

F: Ich bewundere dich wirklich! Ich versuche selbst auch, Menschen zu ermutigen, ihren Träumen zu folgen. Man sagt ja immer: “Sky is the limit”, aber bei dir ist ja selbst der Himmel nicht das Limit, oder?

A: *Lacht* Nein, da hast du wohl recht! Der Himmel ist nicht das Limit. Aber was ist der Himmel? Sind es 200 Kilometer oder Millionen Lichtjahre? Es gibt keine Grenzen. Das Universum ist riesig und steht uns jetzt offen. Was wir bisher getan haben, ist in gewisser Weise noch immer sehr “lokal”, selbst die Apollo-Astronauten, die zum Mond flogen. Denkt man an die Weite des Sonnensystems, die Galaxie und das Universum, stehen wir noch ganz am Anfang. Ich bin mir aber sicher, dass wir noch viel weiter gehen werden.

F: Oh ja, ich bin sicher, das werden wir! In der damaligen politischen Situation gab es viele Hindernisse und Einschränkungen, aber du hast es trotzdem geschafft. Das muss grosse Leidenschaft erfordert haben, aber auch Zuversicht und Selbstvertrauen, richtig? Hattest du jemals Zweifel?

A: Nun, als es die erste Gelegenheit für Europäer gab, sich als Astronauten zu bewerben, gab es viele Menschen, die sich einschrieben und alle von ihnen waren extrem intelligent. Über 6000 Personen haben sich beworben! Also ja, es gab viel Konkurrenz. Man musste sehr hart arbeiten, um den Prüfungsausschuss davon zu überzeugen, einen auszuwählen. Man musste beweisen, dass man gut genug ist, um ausgewählt zu werden und im Weltraumflug erfolgreich zu sein. Der Wettbewerb war hart, aber es war ein freundlicher Wettbewerb.

F: Wer hat dich dazu inspiriert, diese Herausforderung anzunehmen?

A: Leute wie John Young haben mich inspiriert. Er war ein Astronaut, den ich sehr bewunderte. Er war der Kommandeur von Appollo 16 und er war auch der Kommandeur des ersten Space-Shuttle-Fluges. Neil Armstrong war natürlich ein echter Gigant unter den Astronauten. Ich hatte auch grosse Bewunderung für ihn. Yuri Gagarin, der allererste Mensch, der jemals in den Weltraum gereist ist… Trotz aller Hindernisse ging er und er ist derjenige, der die Möglichkeiten für uns alle eröffnet hat. In der Reihenfolge müsste ich wahrscheinlich sagen: Yuri Gagarin, Neil Armstrong und John Young waren meine drei Helden.

F: Nun, du bist definitiv mein Held! Claude, du bist Teil von STARMUS. Diese Veranstaltung kommt zum ersten Mal nach Zürich … und du sagtest etwas in der Pressekonferenz über Apollo, den Esprit von Apollo, der auch zu deiner Philosophie passt. Kannst du das bitte hier nochmal für uns wiederholen?

A: Ich denke, eine der grössten Lektionen des Apollo-Programms ist: “Wenn man etwas wirklich will, kann man es auch schaffen!” Wie Präsident Kennedy sagte, es war im Mai 1961: “Wir werden zum Mond fliegen, und zwar in diesem Jahrzehnt! Nicht weil es einfach ist, sondern weil es schwer ist. Weil dieses Ziel dazu dient, unsere Energien und Fähigkeiten am besten zu organisieren und zu messen.” Wenn wir den Geist von Apollo jetzt aufgreifen, mit all den Problemen, die wir heute auf der Erde haben, dem Verlust der biologischen Vielfalt und Plastik in den Ozeanen… können wir es schaffen! Wenn wir es wirklich wollen, können wir diese Probleme noch lösen.

F: Wenn ich dich sprechen höre, habe ich in der Tat Hoffnung. Claude, werden wir dich während des Festivals in Zürich sehen?

A: Ja, ich werde da sein. Nicht jeden Tag, weil ich meinen Studenten in Lausanne Prüfungen abnehmen muss, aber die meiste Zeit bin ich hier beim Festival. Und ich werde die Vorträge und natürlich die Musik am Abend geniessen.

F: Ah ja, das ist etwas, das ich fragen wollte! STARMUS ist ein Festival, richtig. Es geht nicht nur um Vorträge, sondern auch darum, das Leben und die Musik zu geniessen und die Astronomie zu feiern, oder?

A: Auf jeden Fall! Es ist eine Kombination aus der Lust fürs Abenteuer, Wissenschaft auf höchstem Niveau und wirklich grossartiger Musik. Die Kombination all dieser Elemente macht STARMUS zu einem wirklich lohnenswerten Festival.

F: Wo wir gerade über Lebensfreude und Lifestyle sprechen … im Weltall, was ist mit den schönen Dingen des Lebens, wie Mode und Essen?

A: * lacht * Nun, diese Dinge sind nicht wirklich relevant. Mode, Essen… Du gehst in den Weltraum, um wichtige Missionen zu erledigen, wie zum Beispiel das Teleskop zu reparieren, was ich zweimal tun durfte. Man sieht erstaunliche Sachen, egal ob man nun die Erde oder die Sterne betrachtet. Das Outfit ist dabei nicht wirklich so wichtig. Ich glaube, ich kann mich noch nicht einmal mehr genau daran erinnern, was ich eigentlich anhatte. Mode ist also keine grosse Sache im Weltall und Kochen auch nicht, um ehrlich zu sein. Man isst, um zu überleben. Es gibt Rührei, Haferflocken und Spaghetti mit Fleischbällchen, so etwas. Ah, und es gab einen Brokkoligratin, der eigentlich gar nicht mal so schlecht war. Das war eine der Mahlzeiten, die ich recht genossen habe. Raumfahrt ist also, wenn es um Mode oder Essen geht, nicht wirklich der Knaller, aber in vielen anderen Bereichen natürlich ein Highlight.

 

 

 

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STARMUS ist eine fantastische Erfahrung. Wo sonst trifft man soviele Stars aus Wissenschaft und Kunst vereint! www.starmus.com

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