Expovina: Medienanlass und Degustation der Spitzenweine von Provins

Posted on 13/11/2017 by Eileen Schuch
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Provins Spitzenweine Expovina Zurich

Noch bis 16. November 2017 kann man die Expovina in Zürich besuchen. Es ist die grösste Publikums-Weinmesse der Welt. 12 Wyschiffe liegen beim Bürkliplatz vor Anker und laden zum Testen und Essen ein! Ein ungewöhnliches Konzept, aber überaus charmant! Ich war beim Medienanlass zur Eröffnung der Expovina auf Einladung von Provins dabei und habe es sehr genossen.

Getroffen haben wir uns in der Früh auf der MS Panta Rhei. Gleich beim Begrüssungschafi und Gipfeli sass ich der charmanten Christa Rigozzi gegenüber, die später durch den Anlass führte.

Bruno Sauter, der CEO / VR Präsident bei Expovina, begrüsste uns und verwies in seiner Rede auf all die Highlights, die das Publikum während dieser 64. Ausgabe der Zürcher Wein-Ausstellung erwarten. Danach übernahm Karin Egli-Zimmermann, Präsidentin des Kantonsrates Zürich, das Wort. Gefolgt wurde ihr Beitrag von Peter Küng, Präsident des Gemeinderates Zürich, der Grüsse der Parlamente von Kanton und Stadt Zürich an die geladenen Gäste der Expovina überbrachte.

Schweizer Wein und Digitalisierung

Weinanbau hat in der Schweiz eine grosse Bedeutung und wie wichtig dieser Industriezweig für den Kanton Schaffhausen ist, hat Beat Hedinger, Geschäftsführer Schaffhauser Blauburgunderland und Direktor Schaffhauserland Tourismus, in seiner Präsentation veranschaulicht. Das Rebjahr 2017 sei herausfordernd gewesen, sagt er, wegen der Unwetter und Frosteinbrüche im Frühjar, doch hat es auch exzellente Weine hervorgebracht. An der IWPZ 2017, der Internationalen Weinprämierung Zürich (IWPZ) waren die Schaffhauser Weine sehr erfolgreich.

Im Anschluss überbrachte Regierungspräsident Markus Kägi eine Grussadresse der Zürcher Regierung, bevor es weiterging mit einer Podiumsdiskussion zum Thema “Digitalisierung und Weinhandel”. Dieter Meier, Künstler und Unternehmer, Fleisch-, Nuss-, Schokoladen und Weinproduzent biologisch zertifizierter Spitzenweine, Martin Wiederkehr, Präsident SWISS WINE, CEO und Verwaltungsratsmitglied Rutishauser Weinkellerei AG und Walter Zweifel, Delegierter des Verwaltungsrates der Zweifel Weine & Getränke AG, gesellten sich mit Host und Moderator Siro Barino um einen Tisch, um das Thema zu erörtern.

Expovina Christa Rigozzi Siro Barino

“Die Drohne fliegt GPS programmiert über den Weinberg und sendet hochauflösende Bilder. Diese werden via Algorithmen ausgewertet und geben wichtige Aufschlüsse über Vitalität, Feuchtigkeitsspiegel, Krankheiten und allgemeine Erntegesundheit. Der Roboter pflückt die Reben, ferngesteuerte Fahrzeuge bringen sie in die Produktion. Aus dem Weinberg wird ein Datenberg. Die digitale Weiterentwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beschäftigt uns alle. Neue Produkte, Anwendungen und Entwicklungen faszinieren uns. Gleichzeitig macht der rasche Wandel vielen Menschen Angst. Wo stehen wir in der Schweiz, was bedeutet diese Entwicklung für die Schweizer Weinproduzenten?”, mit dieser Frage eröffnete Siro Barino die Diskussionsrunde und spielte den Ball gleich Herrn Wiederkehr zu.

“Die Digitalisierung hat in der Schweizer Weinwirtschaft bereits Einzug gehalten, aber noch nicht genug. Im Handel…ja, aber wo es noch hapert, ist in der Produktion.”, so stellt er fest. “Bei der Digitalisierung gibt es kein Ausweichen. Die Antwort ist: wir müssen nachziehen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der digitale Weinbau, der digitale Weinhandel muss kommen. Das ist einer der Gründe für das neue Weinbauzentrum in Wädenswil: damit wir dort für alle Beteiligten – Weinbauern, Weinhändler und Konsumenten – Lösungen für die Zukunft erarbeiten können. Wir müssen selbst führend werden in diesem Bereich.”

Auch im Zweifel Konzern sei Digitalisierung in der Produktion ein Thema. “Im Weinbereich jedoch besteht Nachholbedarf”, räumt Walter Zweifel ein. “ Ich betrachte Digitalisierung eher als Chance. Wir haben heute unzählige Möglichkeiten der Datenerfassung und Auswertung, und unglaublich gescheite Systeme und Menschen, die diese Maschinen, diese Computer mit Daten füttern und wir erreichen dadurch Vorteile, in dem wir diese Daten nutzen. Ein Beispiel sind die Wettermodelle. Sie werden immer besser für uns, denn sie werden genauer, weil immer mehr Daten verfügbar sind. So werden wir auch global eine Chance haben, denn Unwetter, wie beispielsweise die Fröste, die wir dieses Jahr hatten, werden früher vorhersehbar sein und entsprechende Massnahmen können unternommen werden.

In Argentinien sei man im Allgemeinen noch nicht so weit technisiert, vor allem nicht auf dem Gebiet der Bioweine, weiss Dieter Meier. “Dort wird immer noch von Hand produziert. Doch auch wir arbeiten bereits seit einigen Jahren mit Drohnen. Das ist hilfreich, weil ein Weinberg ja nicht homogen ist und wir so Unterschiede in der Entwicklung wahrnehmen können.”

Herr Wiederkehr sagt einen Strukturwandel voraus: mehr Firmen werden grössere Flächen bearbeiten müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dieter Meier ist der Ansicht, dass es immer auch einen Platz für kleine Weinbauern geben wird. “Ich denke, dass die Handarbeit, das von Hand Verlesen der Trauben noch ganz lange Bestand haben wird. Ich denke nicht, dass in einer nahen Zukunft von 10 Jahren nur noch Roboter durchs Zürcher Unterland marschieren und dort die Trauben selektionieren.”

Und Herr Zweifel meint, dass es wohl auch eine Gegenbewegung geben wird. Dass sich gewisse Weinhersteller wieder ganz auf die Ursprünge besinnen und Weine wie in der Antike machen, in Amphoren, so wie man sie in Armenien und Georgien vor tausenden von Jahren herstellte. “Das Wiederentdecken alter Produktionstechniken gepaart mit neuen Technologien eröffnet spannende Möglichkeiten. Nur ein Stichwort: Orange Wines.”

Zum Abschluss lud Siro Barino die Herren der Podiumsrunde dazu ein, kurz ihre persönlichen Highlights vorzustellen. Erwähnt wurde ein Malbec aus dem Sortiment von Dieter Meier, die Weine aus den neuen Schweizer Traubensorten, wie Diolinoir, Gamaret und Garanoir, da gäbe es einiges zu entdecken, so Martin Wiederkehr, und Walter Zweifel verwies auf seinen Binôme, eine Assemblage aus 50% Syrah, 34% Cabernet Cubin und 16% Cabernet Cortis.

Am Ende der Pressekonferenz war es dann bereits Zeit für Mittagessen und so spazierte unser Gruppe in das gleich gegenüberliegende Baur au Lac, wo nach einem Aperitif begleitet von einem Château de Vinzel 2016 der Kellerei Obrist aus Vevey, ein 3-Gänge Menü auf uns wartete. Zum Essen wurden Weine kredenzt, die an der 24. Internationalen Weinprämierung IWPZ ausgezeichnet wurden. Und dies sind die Food & Wine Pairings:

 

*****Starter*****

Thunfischtatar mit Zitrusfrüchten und Ingwer

Viognier 2016, Philippe Varone Vins SA, Sion

*****Main*****

Rindsschmorbraten “Baur au Lac”, feines Kartoffelpüree mit Schnittlauch, Gemüse

Eisenhalde Pinot Noir Spätlese Goldsiegel 2015, GVS Weinkellerei, Schaffhausen

Brunello di Montalcino Campaperi Riserva 2010, Vinenzo GmbH, Basel

*****Dessert*****

Mousse au chocolat “1844” originale, Milchschokoladeneis

Malvoisie Le Primat 2016, Les Fils Maye SA, Riddes

 

Kugelrund und ein bisschen beschwipst ob der Köstlichkeiten, die wir zum Mittagessen geniessen durften, ging es wieder zurück zu den Weinschiffen und, für meinen Teil, direkt an den Stand von Provins, auf deren Einladung ich am Event teilnehmen durfte.

Goldmedaillen für Provins an der Expovina

Provins ist eine Walliser Genossenschaftskellerei mit etwa 3‘200 Mitgliedern und der grösste Schweizer Weinproduzent. An der Expovina präsentiert Provins seine ausserordentlichen, hochprämierten Spitzenweine. Unter dem breiten Sortiment an Walliser Weinen findet sich ein besonderes Highlight: „Clos Corbassières 2012“, der an der IWPZ mit „Grossem Gold“ ausgezeichnet wurde.

Die IWPZ wird von der Expovina AG organisiert und fand diesen Juli bereits zum 24. Mal statt. Die aus 150 Fachleuten zusammengesetzte Jury verkostete und benotete 2141 Weine aus rund zwanzig Ländern. Einer Pressemitteilung sind folgende Informationen zu entnehmen:

Mit dem „Clos Corbassières 2012“ holte Provins eine der drei begehrten Grossen Goldmedaillen ins Wallis und erzielte gleichzeitig die zweitbeste Benotung des gesamten Wettbewerbs. Diese Glanzleistung wird von einem beachtlichen Gesamtergebnis begleitet, und zwar mit nicht weniger als vier Goldmedaillen für die Weine Rouge d’Enfer 2013, Belle Étoile Blanc 2014, Apologia Rouge 2016, Clos Corbassières 2013 und sieben Silbermedaillen für die Produkte Apologia Bianco 2016, Pinot Noir 2015, Belle Etoile Rouge 2013, Œil de Perdrix 2016, Syrah-Merlot 2016, Pinot Noir Saint-Guérin 2016, Assemblage Rouge Chanteauvieux 2016.

«Eine Grosse Goldmedaille zu erhalten ist immer eine Ehre. In diesem Fall verstärkt sie den legendären Ruhm dieses emblematischen Weins unserers Hauses und des Walliser Terroirs noch ein bisschen mehr», freute sich Generaldirektor Raphaël Garcia. «Das Fantastische an dieser Erfolgsbilanz ist die Feststellung, dass Weine sämtlicher Ebenen unseres Sortiments ausgezeichnet wurden, von den Crus des Domaines über die Linien Charte d’Excellence, Belle Étoile und Apologia bis zu den Spécialités du Valais. Dies zeugt einmal mehr vom enormen Können und Wissen unseres Önologenteams und der sorgfältigen Arbeit all unserer Winzer, die uns jedes Jahr Trauben von sehr hoher Qualität liefern.»

Ja, da kann Provins wirklich sehr stolz sein auf diese Leistung und auch ich freue mich natürlich sehr, dass ein Produzent aus der Romandie, meiner Heimat seit nunmehr fast zwanzig Jahren, einen solchen Erfolg feiern kann. Herzlichen Glückwunsch, félicitations & Santé!

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