Seven x Baselworld: Interview mit dem Musiker zur Zusammenarbeit mit KURZ

Posted on 14/04/2018 by Eileen Schuch
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Kurz Seven Baselworld

KURZ Uhren und Schmuck und der Singer-Songwriter SEVEN präsentierten vor kurzem gemeinsam die Uhren-Neuheiten, die an der diesjährigen Baselworld vorgestellt wurden. SEVEN ist ein grosser Uhrenliebhaber, wie er uns in einem Interview selbst erzählte. Seine Stories von der grössten Uhrenmesse der Welt sind der Auftakt einer längeren Zusammenarbeit mit dem Hause KURZ.

SEVEN muss man eigentlich nicht mehr vorstellen, der Schweizer Vollblutmusiker geniesst bereits weit über die Landesgrenzen hinaus internationales Renommee. Mit Leib und Seele Musiker, Komponist, Visionär und Pionier, verfolgt SEVEN seine musikalische Karriere seit nunmehr 15 Jahren unerschütterlich und erfolgreich: 10 Studioalben, 5 Gold Awards, über 1000 Konzerte, eine Live-Band von aussergewöhnlicher Qualität, 2 gemeinsame Tourneen mit den Fantastischen Vier, Teilnahme an der 3. Staffel der Sendung “Sing meinen Song – das Tauschkonzert”, diverse Auszeichnungen wie die Schweizer Music Artist Award 2017 und Kooperationen mit grossen Namen wie Xavier Naidoo, Talib Kweli, Sheila E., Keith Crouch, RAD, Larry Gold, Beverly Knight und Comissioner Gordon…

Sein aktuelles Album, mit dem der Künstler und siebenköpfige Band auch in 2018 touren, heisst “4COLORS“. Wer mehr über den Künstler erfahren möchte, kann hier >>> in die Welt von SEVEN und seiner Musik eintauchen.

Was uns berührt hat: wie herrlich normal und bodenständig und überaus liebenswert der Star trotz seiner sämtlichen Erfolge geblieben ist. Dazu mehr im Interview.

Die Zusammenarbeit mit KURZ im Rahmen von Baselworld bestand darin, dass SEVEN die verschiedenen Uhrenmarken besuchte und Stories sowohl auf der Webseite von KURZ als auch in den Social Media Kanälen der Marke teilte. Im Video hier unten gibt es exklusive Impressionen vom Event.

Jean-Luc Hardmeyer, Direktor bei KURZ, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Soul Star: “SEVEN ist ein äusserst authentischer Künstler mit einer goldenen Stimme, der die Herzen von Soul- und Funk-Liebhabern weit über die Landesgrenzen hinaus höher schlagen lässt. Mit dieser Zusammenarbeit wollten wir unseren bestehenden und zukünftigen Kunden erlauben, die Baselworld mitzuerleben, und zwar aus einer anderen Perspektive, der von SEVEN. ”

Dies soll aber nicht das einzige Projekt sein, das der Musiker und KURZ gemeinsam umsetzen. Viele weitere sind geplant und wir dürfen gespannt bleiben!

Kurz Seven Baselworld

 

Natürlich kennen wir SEVEN und lieben seine Musik, doch wer ist die Person hinter dem Künstlernamen? Das herauszufinden, hat uns ganz besonders gefreut. Kurz vor seinem Konzert im Sechseläuten in Zürich, hat Marina ihn für ein Interview getroffen. Hier das Transkript:

Uhren sind Zeitmesser, was bedeutet Zeit für dich?

Zeit ist unsere letzte Währung… Ich habe grad ein Lied geschrieben, auf der letzten Platte, mit Thomas D zusammen, das heisst Zeit. “Wir sind alle auf Bewährung, Zeit ist unsere letzte Währung…” Es ist halt wirklich so, dass wir so viel investieren, um die Zeit zurückzudrehen. Alle sind jetzt plötzlich gesund, alle sind vegan, alle machen Sport und 30 ist das neue 20, 50 ist das neue 30. Aber während diesem ganzen Wahnsinn vergessen wir die Zeit und haben dann trotzdem genau gleich wenig Zeit wie zuvor. Also, ich finde schon, dass wir uns zwar auf eine Art und Weise bewusst sind, das Zeit die letzte Währung ist, aber die Konsequenzen, die die Gesellschaft daraus zieht, sind ein bisschen abartig, irgendwie schräg. Es wird so zum Kampf, die Zeit zurückzudrehen, anstatt nicht zu kämpfen und einfach im Jetzt zu leben. Das scheint viel schwieriger, als man meint.

Wenn du nicht gerade Trends auf der Baselworld erforschst, oder die Leute mit deiner Musik begeisterst, wie verbringst du deine freie Zeit. Was ist dein Moment of Zen, wo tankst du Ruhe und Kraft?

Ich habe das grosse Glück, dass ich Familienvater bin. Das ist zwar nicht wirklich Ruhe, aber trotzdem Zen. Auf jeden Fall. Nach so einem Konzert wie heute, komme ich nach Hause und da interessiert sich keiner dafür, wie es gelaufen ist, ob es toll war, wie viele Tickets verkauft wurden… das ist wirklich völlig egal. Da ist – njanjanja – der Kleine ist 6 Monate, der Grosse 7 Jahre…  Da ist „Unendliche Geschichte vorlesen jetzt, ich muss ins Bett!“, da ist „Hier, mal den Junior rumtragen, er ist weinerlich…“. Es geht um Lego spielen, und darum, ob die Hausaufgaben gemacht sind, der Rucksack gepackt, morgen Turnen früh oder spät ist… Sprich, von der Bühne ist alles weg, und das finde ich sehr, sehr schön. Das gibt mir sehr viel Normalität. Und ich kann dadurch gut differenzieren: meine Familie, unser Alltag, dieses Gefühl, das ist das echte Leben. Und das andere, das ist mein Beruf, den ich natürlich unglaublich geniesse, aber es ist nicht so, dass ich nach Hause komme, und so eine Leere verspüre, so ein Gefühl, als ob ich sofort zurück auf die Bühne müsste. Das eine ist wirklich der Ausgleich des anderen. Man hört ja immer so schlimme Künstlergeschichten, wo es oft umgekehrt ist, nämlich dass das echte Leben eben kein wirklicher Ausgleich ist für das andere. Aber das echte Leben passiert abseits der Bühne, so dass man beim Auftritt wirklich man selbst sein kann. Wen man das nicht mehr schafft, und nur noch das Gefühl hat, auf der Bühne man selbst sein zu können – oh, autsch – dann wird es irgendwann ziemlich hart.

Man sagt ja immer, Zeit würde fliegen. Wenn du dich in die nächste Zukunft projizierst, wo siehst du dich? Welche Projekte stehen an?

Ich bin unfähig, weiter als – sagen wir – knapp ein Jahr zu denken. Ein Jahr kriege ich emotional gerade so hin. Ich bekomme auch oft die Frage gestellt „Hast du dir vor 15 Jahren vorstellen können, dass du heute so berühmt sein würdest? Ehrlich? Ich hab mir überhaupt gar nichts vorgestellt! Ich bin wahrscheinlich zu kindisch, zu intensiv, zu „im Jetzt“, und auch darauf bedacht, das Beste daraus zu machen. So denke ich zum Beispiel noch gar nicht an die Show morgen, ich denke an das Konzert nachher und will heute Abend das Beste rausholen, das ich nur irgendwie kann. Wenn ich dann ins Bett gehe, ziehe ich meine Schlüsse: was kann ich morgen besser machen. Ich denke also wirklich eher Step-by-Step. Musik verändert sich ja auch, im Kopf. Das heisst, Musik, die ich vor 15 Jahren gemacht habe, würde ich so heute wahrscheinlich nicht mehr machen. Nicht, weil sie schlecht war, sondern Musik ist, wenn du sie ehrlich machst, einfach ein Zeitdokument. Eine Momentaufnahme, so wie ein Tagebucheintrag. Deshalb ist das einzige, das ich mit Sicherheit weiss, ich werde weiter Musik machen. In kurzer oder in weitreichender Zukunft. Mehr… das weiss ich selbst nicht. Die Zeit wird es zeigen.

Wie kommt die Zusammenarbeit mit KURZ zustande? Was glaubst du, macht dich zum idealen Partner für diese Firma? Wie wichtig ist dir Schmuck?

Hahaha, also den zweiten Teil der Frage solltet ihr wohl eher an KURZ stellen! Aber im Ernst, ich bin ja ein Mann, und generell haben Männer heutzutage ja nur noch wenige Gelegenheiten, sich zu schmücken. Ich trage keine Ringe, oder auch sonstigen Schmuck eigentlich eher nicht. Ich hab so eine Kette, die ich seit Jahren trage und ich habe eine Uhr, und natürlich meinen Ehering. Das ist alles. Ich habe weder Ohrlöcher, noch andere Piercings. Ein paar Tattoos… das war es dann mit Verzierungen am Körper. Deshalb ist mir die Uhr wirklich sehr wichtig. Weil ich Mode mag. Ich mag auch sehr unterschiedliche Mode. Ich bin einer, der sehr „cross“ geht, was Mode anbelangt. Das heisst, mich gibt’s mal im Anzug, mal Street und manchmal auch gemischt. Und deswegen hab ich mich sehr, sehr gefreut, als die Anfrage kam.

Für mich ist das ein Spielplatz, denn ich muss mich nicht auf eine einzige Marke beschränken. Ich kann zu einem Anzug etwas klassischeres nehmen, aber dann auch mal etwas lautes, eine Breitling, einen Eyecatcher, was sonst, wenn mit einer einzelnen Marke arbeitest, vielleicht etwas schwieriger ist. Je nachdem, bei welcher Marke. Tja, und dass das bei KURZ nicht so ist, hat mir gefallen. Und warum wir ausserdem noch so gut zusammenpassen, dass kann ich dann, wenn die Partnerschaft etwas gereift ist, bestimmt noch besser sagen.

Der Hauptgrund ist, denke ich, dass wir einige Prinzipien teilen: Qualitätsbewusstsein, zum Bespiel, und eine gewisse Verliebtheit in Details. Wir sind uns bewusst, Mensch konsumiert auch viel Mensch, soll heissen, der Träger, wer etwas verkauft, wie er es verkauft, wie es präsentiert wird, wie miteinander geredet wird… all diese Dinge spielen eine Rolle darin, ob etwas läuft, oder nicht. Das ist jedenfalls mein Empfinden. Und ganz besonders bei Uhren. Es ist ein sehr emotionales Produkt. Du brauchst keine Uhr für so viel Geld, eigentlich. Und eigentlich braucht man heute auch keine Uhr für wenig Geld. Das heisst, bei einer Uhr geht es nicht um brauchen sondern um wollen. Und bei Musik ist es dasselbe: man braucht keine Musik, um zu überleben. Zwar würde ich als Musiker natürlich widersprechen, aber de facto, mathematisch, ist es auch ein Nein.

Alles, womit wir überhaupt arbeiten können, oder womit wir hantieren jeden Tag, sind Emotionen. Leidenschafen, Freude, Detailverliebtheit, auch – ja – Stammkundschaften aufzubauen, Beziehungen, wenn du so willst, und deswegen haben wir natürlich auch da Gemeinsamkeiten, schon in der Materie. Richtig gute Musik ist zeitlos, und bei einer Uhr ist das genau gleich, eine richtig gute Uhr ist auch zeitlos.

Welche Idee steckt hinter deinem neuen Album 4Colors? Wie ist dieses entstanden? Und dein Farben-Mood, wenn du den beschreiben müsstest, wie wäre der heute?

Das Lustige ist, 4Colors war eigentlich keine Idee, sondern ein Notfallplan. Das war ein Fallschirm. Ich habe knapp ein Jahr lang Songs geschrieben, hab sie in vier Haufen sortiert – da alles, was melancholisch ist, das alles, was zu einem fröhlichen Soul-Album ginge, da alles R&B, etwas Tanzbares und da alles für ein Funk-Album. Sprich, ich hatte das Problem, dass ich eigentlich vier Alben vor mir hatte – und weil ich schon immer so ein Ästhetiker war und meine Musik eh in Farben katalogisiere – lagen dann vier Haufen vor mir, die ich in Farben aufgeteilt hatte – blau, gelb, rot, und purple – und ich dachte – Hilfe – was mache ich damit? Ich kann ja nicht vier Alben machen, das ist zu viel. Und dann hab ich mir gesagt, hey, das ist jetzt nicht das Problem, sondern die Lösung. Da mach ich vier kleine Alben, vier Songs pro Farbe. Und ja, da gabs dann keinen Weg zurück.

Beim Erstellen eines Albums, steht auch erst mal nicht sein kommerzieller Erfolg im Vordergrund, sondern, dass mir selbst die Musik gefällt. Das hört sich egoistisch an, ist aber ganz wichtig. Denn jeder Musiker hat ja nicht mit Musikschreiben angefangen, sondern mit Musikhören. Und wenn du Musik schreibst und sie dann hörst, und nicht das gleiche passiert, wie bei sonstiger Musik, die dich begeistert, tja, dann läuft etwas falsch. Dann machst du Musik, die dir gar nicht so zu 100% gefällt. Wenn meine Musik dann das Publikum begeistert, freue ich mich natürlich. Es macht mir ganz viel Freude, dass das Album so gut ankommt. Und es macht natürlich auch ganz viel Spass auf der Bühne, denn es ist auch live sehr, sehr bunt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben so viele verschiedene Songs und Stimmungen, dem Publikum wird live auf jeden Fall bestimmt nicht langweilig.

SEVEN 4colors

 

Wenn du wissen möchtest, wie spät es ist, schaust du auf die Uhr oder dein Smartphone?

Ich hatte mal eine Phase, wo ich echt nur mein Handy gecheckt habe. Und dann habe ich mir bewusst gesagt, nein, was geht eigentlich ab. Ich hab doch eine wunderschöne Uhr. Und es war echt ein bisschen mühsam, aber ich habe mir das mit dem Handy wieder abgewöhnt. Es kann nicht sein, dass man eine schöne Uhr trägt und nur, weil heute Smartphones unser Leben bestimmen, auch noch die Uhrzeit darauf abliest. Denn, seien wir ehrlich, wer aufs Smartphone schaut, um zu wissen, wie spät es ist, der liest dann auch gleich den ganzen anderen Kram mit – Notifications, Mails und dergleichen… und dann bleibt es nicht bei „Wie spät ist es?“.

Und dann war es auch schon wieder Zeit, sich zu trennen, denn SEVEN musste sich für sein Konzert vorbereiten. Uns hat es auf jeden Fall mega gefreut, ihn so hautnah zu treffen. Es ist immer schön, eine Real Life Connection mit den Personen, die man sonst nur virtuell kennt, herstellen zu können.

Seven Concert

Kurz zu KURZ:

Mit zehn Boutiquen in den Städten und Regionen Zürich, Basel, Bern, Luzern und Genf beschäftigt das Schmuckunternehmen insgesamt rund 150 Mitarbeiter. Das Sortiment umfasst hochwertige Schmucklinien, Diamantschmuck, Gold, Perlen und Edelsteine, sowie die exklusive Trauring-Kollektion von KURZ. Das Unternehmen führt Uhren und Schmuck bekannter Marken wie Chopard, Ole Lynggaard, Marco Bicego sowie die Kreationen des Schweizer Supermodels Sarina Arnold. In allen Boutiquen kombiniert KURZ ein modernes, zeitgemässes Schmuckdesign mit einer stilorientierten Beratung. Darüber hinaus bietet KURZ 28 führende Uhrenmarken: von der begehrten Omega, der Breitling und der IWC bis hin zu den glamourösen Chopard, den bekannten Longines sowie Uhren der den Marken Zenith und Glashütte ORIGINAL. 1948 von Armin Kurz in Zürich gegründet, gehört das Unternehmen seit 1989 der Bucherer-Gruppe in Luzern.

KURZ online: kurzschmuckuhren.ch, Facebook, Instagram. KURZ ist auch auf Tumblr: ladies-blog-by-kurz / gents-blog-by-kurz.

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