Insel Fieber: meine Reise nach Nusa Lembongan, Indonesien

Posted on 24/06/2018 by Olivia Fey
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“Geh nicht nach Indonesien in der Regenzeit”. Ich mag mich nur zu gut an diese Worte erinnern, mit denen ich einem Freund davon abriet – nun ging ich jedoch selbst um diese Jahreszeit zurück. Warum? Ganz einfach, ich wollte einem langen, kalten und einsamen Winter entfliehen. Ich wollte das Jahresende irgendwo in der Wärme feiern. Gesagt, getan!

Ich war sehr erleichtert, als ich in Bali ankam. Ich dachte, ich könne mich noch genau daran erinnern, wie alles laufen würde – weit gefehlt! Angefangen dabei, dass in Indonesien Linksverkehr herrscht. Und dann: Abfall, viel Abfall. Kuta’s Strände waren mit Abfall gespickt – Müll wohin man schaute. Keine Berge natürlich, jedoch trotzdem unübersehbar. Kinder spielten damit. Es bot sich mir ein ganz anderes Bild von den Stränden im Gegensatz zum letzten Mal als ich da war vor zwei Jahren. Das gleiche Bild auch die Küste hinauf Richtung Canggu. Hängt dies nur mit der Regenzeit zusammen? Es stimmte mich traurig zu sehen, wie nachlässig hier mit der Abfallbeseitigung umgegangen wird. Ich hoffe inständig, dass sich dies für das touristische Bali zum Wohl des eigenen Landes ändern wird und der Staat Recycling-Massnahmen fördert.

Canguu und Perenan im besonderen, erwies sich sehr ruhig und idyllisch mit einem schönen Homestay und netten Gastgebern. Ich weiss nun was Regenzeit bedeutet: Sonne in den Morgenstunden bis mittags, nachmittags zunehmend Regen, manchmal sogar den ganzen Tag lang – warmer Regen!

So liess sich dann auch mal in Seminyak shoppen. Ich stiess dort auf den tollen und hippen Laden von Mila the label. Mila ist eine dynamische und vor Energie sprühende Persönlichkeit. Ein Blick in ihr Geschäft zeigt die charmante Vielfältigkeit ihrer Mode. Sie bietet Gypsy und Bohemian Fashion für individuelle Frauen – ein Traum für mich! Unbedingt auf Instagram abchecken und vorbeischauen. Es lohnt sich!

Ist man auf der Insel und will man keinen Roller mieten, wird es schwierig. Das war kein cleverer Zug von mir. Da ich aber das letzte Mal hatte, wollte ich das diesmal vermeiden. Ohne fahrbaren Untersatz sass ich etwas auf dem Trockenen und war nicht so mobil. Doch dann lernte ich unseren netten Fahrer kennen. Der brachte mich dann auch in das magische Örtchen Ubud, wo ich eine Nacht im wunderschönen Resort und Spa the Udaya verbrachte – definitiv ein Ort zum Verweilen. Ubud selber ist ein netter kleiner Ort mit dem bekannten Affenwald, wo man mit wilden Affen Bekanntschaft machen kann. Darüber hinaus ist Ubud für seine Spiritualität, seine Kunsthandwerke, Meditationsstätten, Retreats und Yoga natürlich weltbekannt. Die Hauptstrassen bieten alle Arten von Souvenirshops an. Sogenannte Retreats können vor Ort oder online gebucht werden.

Nachdem ich Bali für meine Reise nach Australien verlassen hatte, kehrte ich eine Nacht nach Kuta zurück und übernachtete im wunderschönen Un’s Hotel, gerade neben dem super bekannten Surfer Restaurant the Balcony’s – mit dem besten Mahi Mahi Fisch der ganzen Insel.

Indonesien Nusa Lembongan Sunset

 

Danach ging es weiter nach Nusa Lembongan mit Martin Suter, einem der besten Surfer der Schweiz (ja wir haben welche!). Nusa Lembongan wurde für mich dann schnell zum Happy Place in der letzten Woche meiner Reise. Die Insel liegt nur zwanzig Minuten von Bali entfernt mit dem Schnellboot, über eine kleine gelbe Brücke verbunden mit der Nachbarinsel Nusa Cheningan. Beide Inseln sind perfekt fürs Tauchen, Standup Paddeln und zum Schnorcheln mit Manta Rochen und einer Vielfalt von Fischen. Nusa Lembongan bietet zudem natürlich sehr gute Surfspots wie zum Beispiel “Playground” für Anfänger und “Shipwreck” für fortgeschrittene Surfer. Der Advanced-Spot befindet sich zirka fünfhundert Meter vom Ufer entfernt und ist sehr empfehlenswert.

Wir wohnten im Mega Cahya Homestay, ein grosszügig gestaltetes doppelstöckiges Gebäude mit diversen Räumen, von einem netten Inhaber geführt. Es bot uns neben warmen Wasser und einer Klimaanlage auch Wifi, ein doch relativ wichtiger Punkt für mich als Bloggerin. Zusätzlich gab es einen Pool, welchen ich sogar mit meinem neuen Freund und Surfbrett Rippy teilen konnte. Warum dieser Name für ein Surfbrett? Naja, leider hatte ich das unschöne Vergnügen, in einem sogenannten Rip zu landen, als ich mit einem der Jungs eine Sunset Surfsession machen wollte – in einer Meeresströmung welche das Wasser vom Land zurück ins Meer zieht. Das war keine so erfreuliche Erfahrung, ist aber gerade nochmals gutgegangen!

Man kann sehr viel auf dieser Insel entdecken, ist sie doch noch etwas naturbelassener als ihre grosse Nachbarinsel Bali. Auch wunderschön: die freie Sicht auf den Vulkan Mount Agung. Gross Party machen kann man jedoch nicht. Wenn man ausgelassen feiern will, sollte man sich die Insel Gili Travangan anschauen gehen. Sie ist sehr schön und definitiv einen Besuch wert, liegt sie doch vor Lombok neben den beiden Nachbarinseln Gili Meno und Gili Air.

Das Thema Essen wurde quasi zum Hauptthema während meiner Zeit in Lembongan. So durfte ich viele doch sehr amüsante Reklamationen von meinen Surffreunden miterleben. Resultat: Lokales Essen ist immer noch am besten. Viele Restaurants bemühen sich, die Qualität ist jedoch nicht immer die beste. Auch gibt es zusätzliche Taxen in verschiedenen Höhen, welche umgehen werden können, wenn man sich darüber erkundigt. Anyhow – wenn man reist darf man nicht erwarten, dass das Essen so gut ist wie in Europa oder anderen Ländern – für mich ist dies schon längst eine goldene Regel geworden. Schon darüber zu schreiben bringt mich wieder zum Grinsen, entwickeln einige Menschen doch tatsächlich eine Art Hassliebe zu Restaurants auf ihren Reisen.

Übrigens kann ich einen Schnorchel-Trip zum Manta Point und anderen wunderschönen Buchten sehr empfehlen. Man sieht sich das Land vom Wasser her an, sieht die Nachbarinseln und fährt bis zur grossen Nachbarinsel Nusa Penida. Man kann mit Mantarochen schwimmen und sieht ganz viele tropische Fischarten.

Leider gibt es auch hier ein Abfallproblem, so habe ich viel davon im Meer zusammengesammelt. Dies immer wieder während des SUP Paddelns und auf meinem Schnorchel-Ausflug. Es stimmte mich traurig. Was wäre, wenn jedes Ausflugsbot die Touristen dazu motiviert, herumschwimmenden Abfall zu sammeln und sie dafür ein Bintang Bier bekommen würden? Wäre dies nicht ein Schritt zur Rettung unseres schönen, blauen Planeten? Ich glaube dran!

Wer war schon mal in Indonesien? Was sind eure Erfahrungen. Teilt euer Feedback in der Comment-Box mit uns.

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